Montag, 23. Februar 2015

Grünes Licht für Hans-Peter Pirker




Hans-Peter Pirker     21.2.1979

 
Do bin I her

Aufgewachsen bin ich in Kumpitz, ein Ortsteil von Fohnsdorf in der Steiermark, wo noch bis 1978 Braunkohle zu Tage gefördert wurde aber leider sind seitdem die Goldenen Zeiten für diese Region vorbei.

Mein Vater ist Landmaschinenmechaniker und Schmied im eigenen Betrieb, in dem auch ich schon fleißig mitgearbeitet habe und zugleich auch die Erfahrung gemacht habe, dass das nicht zu meinem Interesse zählt, diesen Betrieb später zu übernehmen. Ganz gegen den Plan meines Vaters. Meine Mutter ist in Frühpension. Ich habe eine Schwester, sie ist gelernte Schneiderin, sie ist verheiratet und hat 2 Kinder.


Dais hob I g‘mocht

Ich habe in frühen Jahren begonnen am Musikschulunterricht teilzunehmen und habe zuerst Akkorden erlernt und danach Steirische Harmonika. 2 tolle Instrumente, mit denen ich damals, auf so manchen Hochzeiten gespielt habe.

In der Zeit, als ich ins Gymnasium ging, habe ich dann mit dem Musikschulunterricht aufgehört wie auch mit dem BMX fahren. Eine Sportart, bei der man auf einfachen Sporträdern auf einem Parcours gegen einander  fährt. Und am Ende gewinnt der Schnellere.

Diese Rennen zu bestreiten, die in den Sommermonaten immer an den Wochenenden stattfanden, waren meine absoluten Highlights in meiner Kindheit. Aber meine Eltern bestimmten dann, dass die Schule Vorrang hätte und ich somit auf die BMX Rennen verzichten solle. Diese Entscheidung hinterfrage ich nach wie vor.

 

Dais woar mei Werdegaung

1998 habe ich die Matura in der HTL für Maschinenbau gemacht und habe im Anschluss darauf meinen Zivildienst geleistet. Ich war 1 Jahr  für den Verein für psychische und soziale Lebensberatung in Judenburg tätig.

Zahlreiche Skulpturen und Objekte, die hauptsächlich aus Metall von mir gestaltet wurden, sind im Murtal zu entdecken. Diese Lust gestalterisch zu werken, zwang mich nach Wien zu ziehen, um mich dort an der Kunst-Uni und Kunst-Akademie zu bewerben. Beides ohne Erfolg. Ein nicht abgeschlossenes Philosophiestudium war die Folge und nach diversen Studentenjobs nahm ich eine Stelle als Behindertenbetreuer in Wien an.

Die Kreativität in mir forderte mich weiterhin und so kam es, dass ich eine 3 jährige Ausbildung beim Verein für Kunst und Fotographie absolvierte. Der Abschluss war mit einem Diplom im Sommer 2013. 2010 unternahm ich auch einen Jobwechsel, der mich zur Caritas führte und ich war 2 ½ Jahre  Sozialbetreuer in einem Wohnheim für Obdachlose. In diesem Wohnheim sind im Schnitt 90 Bewohnerinnen untergebracht und ich war mit 2 anderen Kollegen mitverantwortlich für ein Hausinternes Koch und Catering Projekt. Die Mitarbeit an diesem Küchenprojekt war ein starker  Impulsgeber für meine weitere berufliche Ausrichtung.

 

Dais is mei Familie

Meine Frau Norma Alge habe ich über die Arbeit in Wien kennengelernt. Sie arbeitete in derselben WG für Behinderte wie ich. Norma ist Magistra der Psychologie und ist in Höchst aufgewachsen, wo wir seit August 2013 gemeinsam leben. Wir sind seit 2012 verheiratet und haben 2 wunderbare Kinder. Diego ist am 22. Mai 2012 auf die Welt gekommen und Hugo am 30. April 2014. Unsere Kinder wachsen 2 sprachig auf, da Norma als 2. Sprache mexikanisch-spanisch spricht.

 

Dais bin I jetzt

Mir ist es wichtig, dass ich im Gleichgewicht bin. Und ich weiß, dass ich selbst dafür verantwortlich bin und selbst dafür Sorge tragen muss. Dazu zählt, dass ich mich weiterhin viel bewege, mit meinem Körper und mit meinen Gedanken und Ideen. Dass ich, so oft es geht, Zeit mit meiner Familie verbringe und dass ich auch ausreichend  Zeit für mich habe.

Ich sehe die Dinge mit sehr viel Humor und das was in der Welt gegeben ist, ist für mich kein Grund, es gleich weiter zu machen, sondern es reizt mich, die Dinge neu zu ordnen. Immer unter der Bedingung, dass kein Nachteil, für wen auch immer, entsteht. So zum Beispiel, dass für mich hier in Vorarlberg ein weiterer neuer Abschnitt in meinem Leben beginnt, dessen Ausgang für mich und auch für meine Familie offen ist, aber ich aktiv dafür arbeiten werde, dass dieser Abschnitt ein weiterer guter und Sinnvoller Teil meines Lebens wird.

Ich bin ein sehr fröhlicher Mensch und stecke gerne andere Menschen damit an. Ich habe eine Verantwortung zu tragen und lebe gemeinsam mit meiner Familie einen gewissen, feinen Freigeist.