Mittwoch, 18. Februar 2015

Grünes Licht für Norbert Rickmann



Liebe Höchsterinnen und Höchster,
es ist mir noch sehr gut in Erinnerung und dennoch sind schon fünf Jahre vergangen, seit ich den Entschluss gefasst habe, mich in unserer Gemeinde zu engagieren - fünf Jahre, in denen vieles geschehen ist, doch davon an anderer Stelle.
Unser Leitmotiv war und ist schon immer Gemeinsamkeit – zusammen etwas für Höchst bewegen und Höchst durch konstruktive Sachpolitik weiterzubringen ist seit nunmehr 25 Jahren unser Beitrag an der Gemeinschaft, in der wir leben. Dennoch ist es nach fünf Jahren gut, wenn man hinterfragt, was erreicht wurde und was nicht, und ob der Weg dafür noch der passende ist.
Diese Überlegungen haben die Mandatare von Höchste Zeit gemeinsam angestellt und beraten, wie die politische Arbeit in Höchst gegenwärtig verläuft und wie wir sie uns wünschen würden.
Unsere wichtigsten Anliegen, wovon die politische Arbeit in Höchst in der Zukunft geprägt sein soll:
  • von einer wertschätzenden Gesprächskultur und damit einhergehend einer respektvollen Haltung gegenüber allen
  • von transparenten Entscheidungswegen und vermehrtem Einbeziehen der Bevölkerung, was das Handeln der Mandatare für die Höchster Bevölkerung verständlicher macht
  • von nachhaltigem und verantwortungsbewußtem Entscheiden und Handeln, das unabhängig von Parteiideologien auf unsere Ressourcen Rücksicht nimmt und nicht immer nur mehr von allem verspricht
  • von Projekten, die von der Idee bis zum Abschluss eine professionelle Umsetzung erfahren und nicht durch persönliche Interessen oder althergebrachte Verhaltensmuster beeinträchtigt werden
  • von einem Abkehren von starren Strukturen der politischen Gremien hin zu offenen Arbeitsformen, die es ermöglichen, dass im Ort lebende Menschen immer wieder bereit sind, ihre Potenziale einzubringen und an der Gestaltung von Höchst mitzuarbeiten


Höchste Zeit steht für den Grundsatz, dass das Gemeinwohl vor den Einzel­interessen einiger Weniger stehen muss - ob es sich dabei um Profit steigernde Investitionen handelt, die Beeinträchtigungen der Naturressourcen achselzuckend in Kauf nehmen oder um den im Lande immer weiter um sich greifenden spekulativen Umgang mit Grund und Boden, der leider auch in Höchst durch ein enormes Ansteigen der Bodenpreise spürbar ist.
Unserer Meinung nach gilt es hier die vom Gesetzgeber vorgesehenen Möglichkeiten auszuschöpfen und im Sinne der Gemeinschaft anzuwenden – dass dies auf massiven Widerstand stoßen wird, ist zu erwarten, denn auch wenn heute in Höchst schon vieles in der Gemeindepolitik gemeinsam erreicht wird, so geschieht dies nur dann, wenn es der Meinung der Mehrheitsfraktion entspricht.
In der Vergangenheit hat die absolute Mehrheit - einfach weil es möglich war - immer wieder willkürlich Grenzen für Ideen anderer Fraktionen gesetzt. (Dass die auch gerne mal später dann als die eigenen präsentiert und dann umgesetzt wurden, ist eine andere Geschichte). Eine absolute Mehrheit verführt zur „Wahrung des Bestehenden“, engt die Entscheidungsperspektiven massiv ein und führt damit zur Unbeweglichkeit im Denken und Handeln, obwohl die heutige Zeit mit ihren sich schnell ändernden Bedürfnissen uns allen viel Flexibilität und Kreativität abverlangt.
Daher ist das Gebot der Stunde eine zukunftsfähige, permanent konsensorientierte Politik, die ihre Beschlüsse erarbeitet, bis sie mehrheitsfähig oder gar einstimmig sind. Dafür ist Höchste Zeit bereit, auch dafür, mehr Verantwortung zu übernehmen und für die Gemeinde die kommenden Aufgabenstellungen bestmöglich zu bewältigen.
Höchste Zeit ist ein ambitioniertes Team, in dem Erfahrung und Zukunftsorientierung, bewährtes Wissen und Freude auf Herausforderungen gleichermaßen vereint sind und ich freue mich sehr, dieses Team in die nächsten fünf Jahre führen zu dürfen.

Euer Norbert Rickmann